Tazzarte
Karl Walser: Japanische Musikerin mit Kokyū, 1908 – Kunsttasse aus Porzellan
Karl Walser: Japanische Musikerin mit Kokyū, 1908 – Kunsttasse aus Porzellan
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Eine Frau kniet mit dem Kokyū, dem kleinen Streichinstrument der japanischen Bühne, das sie aufrecht auf dem Knie hält. Karl Walser zeichnete die Haltung mit Bleistift und ließ die Farbe danach einfließen, in Flecken, die den Umriss nie ganz füllen – darum bewegt sich der Kimono noch.
Er war 1908 ein halbes Jahr in Japan, in Yokohama, Tokio, Kyoto, Ise und Miyazu, und füllte Skizzenbücher mit Tänzern und Musikern, die er vom Boden des Raumes aus beobachtete statt von einem Platz im Theater.
Walser wird in Japan wiederentdeckt: 2026 zeigten die Tokyo Station Gallery und anschließend das Nakanoshima Museum of Art in Osaka eine Retrospektive mit rund 150 Werken.
Feines Porzellan, 10 oz (ca. 300 ml) – 104 mm hoch, 75 mm Bodendurchmesser. Das Bild läuft rund um den Körper; Henkel und Rand bleiben weiß. Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet.
Karl Walser (1877–1943), Japanische Musikerin mit Kokyū, 1908. Lichtdrucktafel aus Bernhard Kellermann, Sassa yo Yassa. Japanische Tänze, Paul Cassirer, Berlin 1920. Gemeinfrei.
Ausgewählt von Dr. Walther Fuchs
