Tazzarte
Thomas Mann in Küsnacht, 1930er-Jahre – Kunsttasse aus Porzellan
Thomas Mann in Küsnacht, 1930er-Jahre – Kunsttasse aus Porzellan
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Fotografie von Thomas Mann an der Schiedhaldenstrasse 33
ETH Zürich, TMA_0316
Thomas Mann verließ Deutschland im Februar 1933 für eine Vortragsreise und kehrte nicht zurück. Ab September 1933 mietete er das Haus an der Schiedhaldenstrasse 33 in Küsnacht, am Ostufer des Zürichsees, und blieb fünf Jahre. Im Dezember 1936 wurde er förmlich ausgebürgert; im selben Monat entzog ihm die Universität Bonn die Ehrendoktorwürde.
Die Fotografie zeigt ihn auf der Terrasse dieses Hauses: Korbsessel, Schiebermütze, Lesebrille, vor ihm auf dem Marmortisch eine geöffnete Manuskriptschachtel. Es ist kein Porträt des Nobelpreisträgers – der Preis lag bei seiner Ankunft schon vier Jahre zurück –, sondern das eines gewöhnlichen Arbeitsmorgens im Exil. Bände der Joseph-Romane entstanden hier, während die Sprache, in der er schrieb, von dem Staat vereinnahmt wurde, den er verlassen hatte.
In Küsnacht wird auch diese Sammlung kuratiert, drei Straßen von jener Terrasse entfernt. Das ist der Grund, warum die Fotografie zu ihr gehört.
Feines Porzellan, 10 oz (ca. 300 ml) – 104 mm hoch, 75 mm Bodendurchmesser. Das Bild läuft rund um den Körper; Henkel und Rand bleiben weiß. Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet.
Fotografie von Thomas Mann an der Schiedhaldenstrasse 33, Küsnacht, 1930er-Jahre. Fotograf nicht verzeichnet. Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich, TMA_0316. Gemeinfrei.
Ausgewählt von Dr. Walther Fuchs für die Tazzarte-Sammlung.
